Auch wenn es schon länger im Raum stand – nun ist es Realität: Zum 31.12.2020 beendet das Kirchenamt der EKD das Angebot eines Jobtickets für den öffentlichen Nahverkehr. Die Gründe liegen, so formuliert es die AllUser-Mail der Personalabteilung vom Montag, dem 23.11., in der stetig nachlassenden Nutzung des Angebots durch die Kolleginnen und Kollegen und damit nicht mehr gegebenen Wirtschaftlichkeit des Angebots. Das leuchtet auf den ersten Blick ein – aber ist es das richtige Signal für eine Institution, die Öffentliche Verantwortung und Nachhaltigkeit zu ihren Hauptthemen zählt?
Und so darf man angesichts der alternativ angebotenen Jobkarte fragen: Wurden alle Möglichkeiten, das GVH-Jobticket zu halten, ausgeschöpft? Stichwort Marktmacht: Wären nicht Kooperationen denkbar – mit der Landeskirche Hannovers, der Diakonie? Oder noch weiter gedacht: Wäre hier nicht die WGKD die richtige Wahl, um einen Rahmenvertrag auszuhandeln, der auch in Krisenzeiten wirtschaftlich ist? Ist die Kirche nicht einer der größten Arbeitgeber in Deutschland?
Last not least: Auch wenn Corona und die damit einhergehende geringe Nutzung des Tickets eine Kündigung sinnvoll erscheinen lässt, sollten wir uns selbst kritisch befragen, ob es nicht auch angemessen wäre, das Ticket zu halten. Und auch solidarisch gegenüber denjenigen, die auf das günstige Ticket angewiesen sind.
