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Auch in Deutschland ist es nicht mehr unüblich und in manchen Branchen schon selbstverständlich, seine private Zeit für den Beruf zu opfern. Das Leisten von Mehrstunden und auch die Erreichbarkeit nach Arbeitsschluss, an Wochenenden oder gar im Urlaub gelten oft als normal. Sehr häufig ist die Arbeitsverdichtung auf den Arbeitsplätzen ursächlich dafür, Mehrstunden leisten zu müssen, obwohl es keine Rechtsverpflichtung diesbezüglich gibt.

Wie sieht Ihr Arbeitspensum aus und wie oft leisten Sie Mehrarbeitsstunden, um der Arbeitsfülle auf Ihrem Schreibtisch Herr werden zu können? Kennen auch Sie die Problematik, dass deswegen Ihr Privatleben häufig zurücktreten muss und sich diese Situation sogar negativ auf Ihre Gesundheit auswirkt?

Vielleicht haben Sie sich daher bereits vermehrt Gedanken über die Work-Life-Balance gemacht und Ihnen ist dabei eventuell der Begriff „Quiet Quitting“ zu Ohren gekommen. Dieser Begriff hat sich in der letzten Zeit besonders durch Social Media stark verbreitet. Grund hierfür ist ein kurzes Video eines jungen Mannes auf der Plattform „TikTok“, der sich Zaid Zeppelin nennt, und der in dem Video der Philosophie dieses Begriffs nachgeht. Doch was bedeutet das eigentlich?

Anders als der Begriff fälschlicherweise vermuten lässt, bedeutet „Quiet Quitting“ nicht, dass ein Beschäftigter demotiviert ist und „innerlich gekündigt“ hat, man also mit seinem Beruf oder dem Arbeitgeber bereits gedanklich abgeschlossen hat.

Beim „Quiet Quitting“ wird ausschließlich der Einstellung ein Ende gesetzt, dass der Job stets an erster Stelle zu stehen hat und man sich für diesen aufopfern muss. Quiet Quitter entscheiden sich im Rahmen der Selbstfürsorge bewusst dafür, ausschließlich so viele Arbeitsstunden abzuleisten, wie vertraglich vereinbart wurde oder gesetzlich vorgeschrieben ist, um sich im Beruf nicht mehr bis zur Erschöpfung zu verausgaben und sich durch das häufige Leisten von Mehrstunden sowie die permanente Erreichbarkeit selbst zu schaden.

Eine gute Work-Life-Balance ist nämlich nicht nur für die eigene Gesundheit essenziell. Sie ist ebenfalls entscheidend für die eigene Motivation und die Zufriedenheit im Job und damit auch für eine gute Arbeitsleistung. Machen Sie sich dieses bewusst – vor allem wenn Sie sich das nächste Mal dafür entscheiden, über Ihr Limit hinaus zu arbeiten. Denken Sie dabei an das Fazit von Zaid Zeppelin in seinem TikTok-Video:

„Arbeit ist nicht dein Leben,

dein Wert als Mensch definiert sich nicht über deine Produktivität!“

Am 13./14. Oktober 2022 fand unsere zweite Klausur im Lutherheim Springe statt. Viele Tagesordnungspunkte warteten darauf, von uns besprochen zu werden. Ein Punkt war u. a. die Evaluation unserer Mitarbeitendenversammlung am 10. Oktober 2022. Nach Klärung von einigen Fragen mit der Dienststellenleitung, werden wir dazu zeitnah eine Zusammenfassung versenden.
Ein weiterer großer Punkt war die Anpassung der Geschäftsordnung der MAV. Diese dient uns in Ergänzung des Mitarbeitervertretungsgesetz der EKD als Handlungsleitfaden.
Des Weiteren waren einige organisatorische Fragen zur internen Aufgabenverteilung, zukünftigen Mitarbeitendenversammlungen und Klausurtagungen 2023 und den Umgang mit den Kolleg*innen zu erörtern.
Es war für uns eine sehr ertragreiche Klausur, welche uns neben der intensiven Arbeit auch als gut funktionierendes Team näher zusammengebracht hat.

Wir haben mit der Begrüßung und einem kleinen Vorabaustausch zwischen Mitarbeiter*innen und MAV begonnen. In einem Format mit 5 Thementischen wurde in kleineren Gruppen diskutiert. Ziel war es, zu den folgenden Themen und zur aktuellen Lage ein Meinungsbild von den Mitarbeiter*innen des Kirchenamtes zu bekommen:
- Wertschätzung
- Zukunftsangst
- Information
- Aufgabenfülle / Arbeitsverdichtung / Überlastung
- Fort- / Weiterbildung
Diese Art des Austauschs hat super funktioniert und war eine positive Erfahrung für alle Beteiligten. Wir als MAV sind sehr dankbar, für dieses sehr offene Miteinander und die daraus resultierenden Themen, die wir mit in unsere MAV-DSL-Gespräche nehmen.
Über die zahlreiche Teilnahme an der Mitarbeiterversammlung, die aufgrund des Formats nur in Präsenz stattfand, hat sich die MAV sehr gefreut.
Es hat uns sehr viel Spaß gemacht, wir freuen uns auf das nächste Treffen.
Eure
MAV