Vor der Corona Pandemie mit erheblichen Kontaktbeschränkungen hätten sich diese Fragen nicht gestellt. Nun werden die Beschränkungen gelockert und es gibt wieder mehr Möglichkeiten, Kommunikation untereinander einfacher, verständlicher und vor allem unmissverständlicher zu gestalten.
Deshalb hier ein Überblick:
Welches Kommunikationsmittel eignet sich für welchen Zweck?
• Face to Face Interaktion/persönliches Gespräch:
Hat die höchste Informationsdichte. Insbesondere für kritische persönliche Kommunikation geeignet, da über die Gestik und Mimik des Empfängers abgelesen werden kann, wie die Information aufgenommen wurde.
• Videokonferenz/Online-Diskussionsgruppen:
Ähnlich wie das persönliche Gespräch; besonders für Absprachen in (kleinen) Teams gut geeignet.
• Telefongespräch:
Dient einer sehr schnellen Kommunikation; wenig rechtliche Relevanz. Besonders für den Informationsaustausch „zwischen den Zeilen“ und für komplizierte und schnelle Abstimmungen zwischen zwei oder mehreren Personen geeignet.
Mit diesen sogenannten „synchronen“ Kommunikationsmitteln sind Senden und Empfangen von Informationen nicht zeitlich versetzt, sondern überlagern sich oder finden sogar gleichzeitig statt. Davon zu unterscheiden – auch in der Anwendung - sind die „asynchronen“ Kommunikationsmittel (senden und empfangen zeitlich versetzt).
• E-Mail:
Sehr vielseitig einsetzbar; aber (wie alle schriftlichen Kommunikationsmittel) nicht für kritische persönliche Mitteilungen geeignet, bspw. als AllUser-Mail für schnelle, einfache Mitteilungen; jedoch: Reaktionszeit muss eingeplant werden.
• Briefe, Memos:
Besonders geeignet für rechtlich relevante Mitteilungen wie z.B. Rechnungen, Mahnungen, Vertragsunterlagen und Mitteilungen, die nicht zeitkritisch sind, da die „Übertragungsgeschwindigkeit“ gering ist. Persönliche, handschriftliche Mitteilungen können Zeichen hoher Wertschätzung sein.
• Aushang (Formale Berichte, Merkblätter):
Wichtig für Personen, die keinen Zugang zu E-Mail etc. haben. Für Mitteilungen, die nicht zeitkritisch sind. Lange Reaktionszeiten müssen eingeplant werden. Aber für Daueraufgaben gut geeignet (Flucht- und Rettungspläne etc.)
Und dazu kommt: jeder von uns ist ein bestimmter Kommunikations-Typ. Der eine telefoniert, der andere kommuniziert lieber schriftlich. Es ist für eine Zusammenarbeit unterschiedlicher Menschen immer gut zu hinterfragen, welche Auswirkungen mein Kommunikationsstil auf meine/n Gesprächspartner/in hat. Wertvoll wird Kommunikation für beide Seiten, wenn die Kommunikationsstile miteinander abgestimmt sind.
